Kein Unesco-Geld für Dresden

Durch die drohende Aberkennung des Welterbetitels war es schon vorher absehbar. Die Landeshauptstadt erhält kein Geld aus einem 150 Millionen Euro umfassenden Förderprogramm für deutsche Welterbestätten.

Relief von der RethelstraßeEine von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) berufene Expertenkommission sieht wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke keine Grundlage mehr für die Finanzhilfe.

Wie bereits berichtet, sollte es insgesamt zehn Millionen Euro für Projekte im Welterbegebiet geben. Unter anderem sollte das Lingnerschloss saniert werden, welches das Welterbezentrum für das Elbtal beherbergt. Geld hätte zudem für den Wiederaufbau der Busmann-Kapelle, für die Wiederherstellung eines Viadukts im Park von Schloss Albrechtsberg sowie für das elbnahe Schloss Übigau fließen sollen. Beim Bund hatte Dresden dafür im April nach Angaben des Bauministeriums 6,3 Millionen Euro beantragt. Den Rest hätte sie aus Eigenmitteln bestreiten müssen.

Ende Juni entscheidet das Unesco-Welterbekomitee in Sevilla über die Aberkennung des Titels für Dresden. Das Elbtal steht bereits seit 2006 auf der roten Liste der gefährdeten Welterbestätten.