Heute erreichte Übigau online folgende Pressemitteilung , die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:
Ehemaliges Kulturhaus Übigau jetzt in künstlerischer Nutzung!
Kurz nach der Wende fiel das Kulturhaus der Transformatoren und Röntgenwerke in Dresden Übigau zusammen mit dem Schoß in einen Dornröschenschlaf.
Vandalismus und "Schatzsucher" beschädigten das Gebäude in den darauf folgenden Jahren. Die eindringende Witterung tat das ihrige.
Das gesamte Areal um Kulturhaus und Schloss verwahrloste zusehends.
Im Juni 1999 erregte die zugewucherte Halle die Aufmerksamkeit des Bildenden Künstler Eberhard Bosslet der auf der Suche nach einem geeigneten Ateliergebäude war. Seine Recherche nach den Zuständigen ergab, dass die TLG als Eigentümer an einem Verkauf interessiert war. Die beabsichtigte künstlerische, kulturelle Nutzung als Atelierwerkstatt eines Künstlers entsprach den Planungs- und Entwicklungsideen der Stadt für den Bereich rund ums Schloss Übigau.
Im Juni 2000 konnte Bosslet das ehemalige Kulturhaus erwerben. Wie von Bosslet angekündigt begann er unverzüglich mit den Renovierungs- und Instandsetzungs- arbeiten. Zwischenzeitlich ist das Gebäude im Innern den Zwecken entsprechend in einen beeindruckenden Zustand gebracht. Die Arbeiten an Fassade und Außenanlagen werden später, im Einklang mit den Sanierungsmaßnahmen am Schloss und den Grünanlagen, weitergeführt.
Der Künstler beabsichtigt die spätere Unterbringung und Ausstellung seines Nachlasses unter eventueller Einbeziehung der Freifläche als Skulpturenpark,
Eberhard Bosslet, 1953 in Speyer am Rhein geboren, lebt seit 1997 mit seiner Familie in Dresden. Bosslet lehrt seither als Professor für Skulptur & Raumkonzepte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. www.bosslet.de
Dresden Januar 2001
ZUR PERSON
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Eberhard Bosslet, 1953 in Speyer am Rhein geboren, 1997 wurde er zum Professor für Skulptur und Raumkonzepte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden berufen . Bosslet lebt seither mit seiner Familie in Dresden.
Er studierte Malerei an der Hochschule der Künste Berlin von 1975 bis 1982.
Ende der 70er Jahre wandte er sich in Installationen und mit Skulpturen verstärkt dem Dreidimensionalen zu. Seit Anfang der 80er Jahre prägte er mit seinen Eingriffen in den architektonischen Innen- und Außenraum den Begriff der INTERVENTION. Bosslet verwendet in seinen Arbeiten ausschließlich Produkte und Technologien aus der industriellen und gewerblichen Wirklichkeit. Sie sind immer wesentlicher, sichtbarer und funktions-ästhetischer Bestandteil seiner Werke. Bosslet arbeitet mit unedlen, gewöhnlichen Werkstoffen, die in seinen Objekten zu ungewöhnlichen Konstellationen zusammengebracht werden und ihre innovative Kraft aus der metaphorischen Berücksichtigung grundlegender Phänomene schöpft. Klassisch anmutende Mittel werden somit auf eine zeitgemäße Ebene gebracht.
Bosslet war 1987 Teilnehmer der documenta 8 in Kassel, es folgten wichtige Einzelausstellungen u.a. in der Neuen Nationalgalerie Berlin 1989, in der Kunsthalle Rotterdam 1993, im Sprengel Museum Hannover 1995 und 1998 in der Kunsthalle Mannheim. 1998 zeigte die Städtische Galerie für Gegenwartskunst, Kunsthaus Dresden seine Arbeiten umfangreich.